Einfache Sorterlösungen mit Loops

Immer mal wieder stellt sich die Aufgabe, eine einfache und effiziente Lösung für den Warenausgang eines Online-Händlers, eines Logistikers oder anderer Versender anzubieten.

Hier ergeben sich immer wieder Fragen der zu versendenden Mengen, der Geschwindigkeiten der Verladung und was mit den Paketen passiert, die gerade nicht verladen werden können.

Natürlich soll die Lösung auch robust sein und möglichst vollautomatisch.

Wie wird dies üblicherweise gelöst?

Üblicherweise wird der Karton – eventuell nach der Umreifung, einem Verkleber oder einem Etikettierer – auf eine am Ende auslaufende Bahn gefördert. Entlang der Strecke sind Ausschleuser angebracht, die die Pakete nach dem Scan auf die Versandbahnen für die verschiedenen Paketversender ausschleusen.

Fördertechnik
Einfacher Warenausgang mit zwei Zielen

Auf der auslaufenden Bahn werden dann die nicht lesbaren Pakete gesammelt. Diese gängige Systematik, umgesetzt mit klassischer Rollenfördertechnik von Knapp oder Overbeck, habe ich in Anlagen im In- und Ausland realisiert, z.B. hier:

Ausschleusung
Warenausgang mit Knapp-Riemenumsetzern

Was kann man anders machen?

Einfache Lösung:

Da ich alternativ dazu schon einige Projekte mit endlos fördernden Lösungen unter Verwendung der Ambaflex-Lamellenförderer realisiert habe, stelle ich hier einfach mal einige Lösungsansätze vor:

Endlos-Loop
Einfache Lösunge für den Warenausgang mit zwei oder mehreren Zielen

Die Pakete können von Hand auf den Loop aufgesetzt werden, oder auch automatisch eingeschleust werden.  Nach dem Scanner werden die Pakete mittels einfacher Pusher auf die Versandziele ausgeschleust. Nicht lesbare Kartons können auf dem Band verbleiben oder auf eine separaten Strecke ausgeschleust werden.

Ist ein Versandziel besetzt, fahren die Kartons ihre Runden, bis das Ziel wieder frei ist.

Kombination für große Mengen

Für hohe Durchsätze bietet sich die Kombination von mehreren Loops an, die miteinander gekoppelt werden:

 

Ambaflex-Sorter
Sorter für bis zu 5.000 Kartons / Stunde

Hier können hohe Kapazitäten erzeugt werden, drei Loops können bis zu 7500  Pakete pro Stunde ausschleusen. Natürlich müssen die Loops dann auch entsprechend (automatisch) befüllt werden. Durch die Kopplung können Kapazitätsschwankungen zwischen den Kreisläufen abgefangen werden.

Ein mehrstufiges, parallel geschaltetes Loopsystem kann durch die hohen Durchsätze die üblichen aufwändigen Sorter, wie von VanDerLande oder Beumer, gut ersetzen

Sortieranlage für Kartons
Cross-Belt-Sorter von Beumer

Sorter und Puffer in Kombination

Eine weitere Idee von mir besteht aus mehreren übereinander angebrachten Loops, die auf engem Raum – oder sogar über dem Warenausgangsbereich – die Kartons oder Behälter speichern und fließend abrufbar machen.

Mit kleinstem Flächenbedarf kann hier ein System große Mengen von Produkten verschiedener Art aufnehmen, mit wenigen Antrieben. Und es sind auch große Durchsätze und schnelle Befüllung und Entnahme möglich.

Platz sparende Lösung mit beliebig vielen Ebenen
Sorter und Puffer für über 1.000 Kartons oder mehr

Dies sind einige Ideen, was man im Warenausgang mit Endlos-Loop realisieren kann. Der Kombination mit anderen Systemen, der Zuführung aus anderen Hallenteilen, oder der kompletten Konzeption mit Pick-Systemen steht natürlich auch nichts im Wege.

 

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